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Aktuelles

Zähne - Teurer Zucker

Meldung vom 15.11.2017

Würden wir weniger Süßes essen, ließen sich wohl Zahnarztkosten in Höhe von zwölf Milliarden Euro sparen

Wenn die Menschen in Deutschland sich an das Zucker-Limit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von maximal 50 Gramm am Tag halten würden, könnten Zahnarztkosten in Höhe von zwölf Milliarden Euro im Jahr eingespart werden. Das sind mehr als zwei Drittel der Gesamtausgaben für Zahn­behandlungen. Forscher aus Halle rechnen dies im Journal of Dental Research vor.

Narben - Von Fröschen lernen

Meldung vom 01.11.2017

Wie lassen sich Narben verhindern? Erkenntnisse dazu gewannen Wissenschaftler an einem bestimmten Frosch

Narben erinnern uns dauerhaft an vergangene Verletzungen. Junge Krallenfrösche sind dagegen in der Lage, Wunden ohne Narben zu schließen. Wie die Amphibien das machen, haben Biologen in Japan jetzt herausgefunden: Offenbar sind Zellen beteiligt, die nicht aus angrenzendem Hautgewebe, sondern aus Gewebeschichten unter der Haut ­stammen. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die ­Forscher im Fachblatt Developmental Dynamics. Sie hoffen, dass ihre Entdeckung irgendwann zur Entwicklung von Wirkstoffen führt, die die Narbenbildung unterdrücken.

Forschung - Hilfe gegen hervorstehende Augen

Meldung vom 15.10.2017

Schilddrüsenkrankheiten können sich auf die Augen auswirken. Forscher arbeiten an einem Wirkstoff, der gegensteuern soll

Viele Basedow-Patienten leiden darunter, dass sich bei ihnen – als Nebensymptom des Schilddrüsenleidens – der Augapfel nach außen wölbt. Behandlungsversuche blieben bisher oft erfolglos. Nun besteht neue Hoffnung: Forscher aus den USA und Europa blockierten die Andockstelle eines Wachstumsfaktors, der das Geschehen befeuert. Bei 69 Prozent der Patienten reduzierte sich die Augenwanderung. Die Studie wurde im New England Journal of Medicine veröffentlicht. Die US-Arzneimittel­behörde spricht bereits von einem Therapie-Durchbruch.

Nüsse - Im Kern gesund

Meldung vom 30.09.2017

Nüsse können offenbar das Wachstum von Krebszellen und das Risiko für Diabetes vermindern

Wer Nüsse liebt, für den haben Forscher der Friedrich-Schiller-Universität Jena gute Nachrichten: Nüsse vermindern offenbar das Wachstum von Krebszellen im Darm. Dass Nüsse gesund sind und möglicherweise das Diabetesrisiko senken, haben schon frühere Studien gezeigt. Leider sind sie aber auch kalorienreich. Deshalb gilt: täglich nur eine Handvoll (ca. 25 g).

Multiple Sklerose - Frühzeitig behandeln

Meldung vom 15.09.2017

Bekommen MS-Patienten früh den Wirkstoff beta-Interferon verschrieben, geht es ihnen langfristig besser

Je früher multiple Sklerose (MS) behandelt wird, desto besser geht es den Patienten auch noch elf Jahre später. Das ergab eine Langzeitstudie der Universität Basel (Schweiz) an MS-Kranken, die Beta-Interferon erhielten. Ihre Therapie begann 18 Monate früher als jene einer Vergleichsgruppe. Dadurch ­konnte der Zeitraum bis zu einer deutlichen Verschlechterung des Gesundheitszustands um 3,7 Jahre verlängert werden.

Umwelt - Schadstoffe beeinflussen Wohlbefinden

Meldung vom 30.08.2017

Schlechte Luft, geringere Lebenszufriedenheit:

Vor allem Stickoxide wirken sich diesbezüglich negativ ausStark mit Stickstoffdioxid belastete Luft wirkt sich ähnlich negativ auf das Wohlbefinden eines Menschen aus wie eine Kündigung oder die Trennung vom Partner. Das fanden Forscher der Universität York (Großbritannien) heraus. Sie hatten Daten zur Lebenszufriedenheit mit Aufzeichnungen des britischen Umweltministeriums zur Luftqualität ver­glichen. Stickstoffdioxid entsteht zum Beispiel beim Verbrennen von Öl, Gas und Kohle.

Haarausfall - Freispruch für Testosteron

Meldung vom 15.08.2017

Ist wirklich das Sexualhormon schuld, wenn Männer lichteres Haar bekommen? Dem sind Forscher nachgegangen

Gehen Männern die Haare aus, stehen meist ihre Sexualhormone im Verdacht. Diesen hartnäckigen Mythos haben Forscher der Universitätsmedizin Greifswald nun mit einer der bislang größten Studien zu dem Thema untersucht. Sie werteten die Daten von 373 gesunden Männern für die Bevölkerungsstudie Ship-Trend aus. Dabei fanden sie keinen Zusammenhang zwischen den Hormonen Testosteron, Androstendion oder DHEAS und Haarausfall.

Waldluft - Tief einatmen

Meldung vom 01.08.2017

Wer Haut- oder Atemwegsprobleme hat, dem tut ein Spaziergang im Wald gut. Die Luft ist feucht und reich an Sauerstoff – eine Wohltat für Körper und Geist

Waldluft ist reich an Sauerstoff und Feuchtigkeit – für Patienten mit Haut- und Atemwegserkrankungen eine Wohltat. In Heringsdorf auf der Insel Usedom entstand nun Deutschlands erster Kur- und Heilwald. Auf Rundwegen können die Besucher Pflanzen, Gerüche und Geräusche des Waldes erleben oder Körper- und Meditationsübungen machen. Das soll Stress ­abbauen, entspannen und das Immunsystem stärken.

Parodontitis - Rheuma durch krankes Zahnfleisch?

Meldung vom 15.07.2017

Schlechte Mundhygiene erhöht das Risiko für Gelenkprobleme, vermuten Forscher

Die Entwicklung von Gelenkrheuma könnte zumindest in manchen Fällen mit einer Entzündung des Zahnfleischs zusammenhängen. Das vermuten Forscher der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore (USA). Hinweise darauf fanden sie bei der Untersuchung von gelagerten Proben. Ihren Befund beschreiben sie im Journal Science Translational Medicine: Ein Bakterium, das in fast zwei Drittel aller Fälle von Parodontitis gefunden wird, löst über einen Stoffwechselprozess die Entzündung der Gelenke aus und erhält sie aufrecht. Ein Zusammenhang von Rheuma und Zahnfleischentzündungen wird schon länger vermutet, konnte aber nie bewiesen werden. Die Forscher denken dennoch bereits an neue Ansätze für Vorbeugung und Therapie. Der einfachste wäre: gute Zahnhygiene.

Gehirn - Jucken steckt an

Meldung vom 01.07.2017

Beginnt unser Gegenüber sich zu kratzen, fangen wir selbst auch damit an. Experimente an Mäusen zeigen, wie das zustande kommt

Sehen wir andere gähnen, gähnen wir mit. Doch nicht nur, wenn jemand den Mund weit aufsperrt, wirkt das ansteckend. Auch Jucken überträgt sich schon beim bloßen Anblick. ­Anders als beim Gähnen hat das aber nichts mit Empathie zu tun, wie US-Forscher jetzt in einem Mäuse-Experiment herausfanden. Sahen die Nager Filme, in denen sich Art­genossen kratzen, begannen sie bald auch selbst damit. Wie die ­Wissenschaftler in Science berichten, sind daran Juck­signale schuld, die das Gehirn beim Zuschauen aussendet.

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